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Zinsen

SNB Lagebeurteilung (19.03.2026): Nationalbank belässt Leitzins bei 0 Prozent

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) setzt ihren stabilitätsorientierten Kurs fort und belässt den Leitzins im März 2026 unverändert bei 0,0 %. Trotz eines leichten Anstiegs der Teuerung auf 0,1 % und kurzfristiger Inflationsrisiken durch gestiegene Energiepreise signalisiert die Nationalbank weiterhin Kontinuität.

23.03.2026

2 min

Franken

Geldpolitischer Kurs und Preisstabilität

Die SNB belässt den Leitzins unverändert bei 0%. Trotz einer leichten Zunahme der Teuerung auf 0,1% im Februar 2026 sieht die Nationalbank keinen unmittelbaren Handlungsbedarf für Zinserhöhungen. Zwar sorgen gestiegene Energiepreise aufgrund des Konflikts im Nahen Osten kurzfristig für eine etwas höhere Inflationsprognose (2026: 0,5% / 2027: 0,5%), doch mittelfristig bleibt der Ausblick mit 0,6% für 2028 deutlich innerhalb des Zielbereichs für Preisstabilität. Für den Immobilienmarkt bedeutet dies eine Fortführung der stabilen Finanzierungskosten, flankiert durch die explizite Bereitschaft der SNB, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren, um eine übermässige Aufwertung des Frankens zu verhindern.

SARON-Mechanik und die Bedeutung von Floors

Mit dem Festhalten am Nullzins bleibt der SARON weiterhin am unteren Rand verankert. Die technische Ausgestaltung der Sichtguthaben-Verzinsung bleibt identisch: Guthaben oberhalb einer bestimmten Limite werden weiterhin mit einem Abschlag von 0,25 Prozentpunkten belegt. Da die SNB vorerst keine Abkehr von dieser Politik signalisiert, bleiben vertragliche Floors bei 0% das zentrale Thema für Kreditnehmer. Solange der Marktzins im negativen Bereich fluktuiert oder stagniert, zahlen Sie als Kunde in der Regel die volle Bankmarge, ohne von den rechnerisch negativen Basiszinsen profitieren zu können.

Konjunkturelle Eintrübung und Tragbarkeit

Die Schweizer Wirtschaft zeigt sich nach einem volatilen Vorjahr resilienter als erwartet, wächst aber weiterhin verhalten. Die SNB prognostiziert für 2026 ein BIP-Wachstum von rund 1%, während für 2027 eine leichte Belebung auf 1,5% erwartet wird. Die Unsicherheit ist jedoch aufgrund geopolitischer Risiken und möglicher Lieferkettenprobleme massiv gestiegen. In diesem Umfeld bleibt die restriktive Kreditvergabe der Banken der wichtigste Stabilitätsanker: Die Tragbarkeit wird unverändert mit kalkulatorischen Zinsen von 4,5% bis 5% geprüft, um Hausbesitzer vor externen Schocks und einer möglichen künftigen Zinswende abzusichern.

Strategische Laufzeitgestaltung und Amortisation

Das aktuelle Szenario unterstreicht die Relevanz einer diversifizierten Finanzierung. Die kurzfristigen Inflationsrisiken durch die Energiepreise könnten die Volatilität bei den Festhypotheken erhöhen, während der SARON durch die SNB-Politik stabilisiert wird. Eine Staffelung der Laufzeiten (Laddering) bleibt eine mögliche Strategie, um nicht zum Zeitpunkt möglicher künftiger Verwerfungen das gesamte Volumen refinanzieren zu müssen. Angesichts der moderaten Wachstumsaussichten bleibt das Ziel einer soliden Eigenkapitalbasis (Reduktion der Belehnung auf 65%) der beste Schutz gegen Wertschwankungen und steigende Kosten der 2. Hypothek.

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