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SNB Lagebeurteilung (11.12.2025): Nationalbank belässt Leitzins bei 0 Prozent

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält an ihrer geldpolitischen Strategie fest und belässt den Leitzins angesichts einer stabilisierten Teuerungsrate von 0,0 % unverändert bei null Prozent. Diese Entscheidung sorgt für Kontinuität am Schweizer Hypothekarmarkt und signalisiert Kreditnehmern vorerst stabil bleibende Refinanzierungskosten im kurzfristigen Bereich.

11.12.2025

2 min

Franken

Geldpolitischer Kurs und Preisstabilität

Die SNB belässt den Leitzins unverändert bei 0%. Hintergrund ist die Teuerungsrate, die im November 2025 auf 0,0% gefallen ist. Da die Nationalbank auch für die kommenden Jahre (2026: 0,3% / 2027: 0,6%) eine Inflation deutlich unter der 2%-Marke prognostiziert, entfällt der Druck für Zinserhöhungen. Für den Immobilienmarkt bedeutet dies eine Fortsetzung des Niedrigzinsumfelds, was die Finanzierungskosten für Käufer grundsätzlich stabil hält.

SARON-Mechanik und die Bedeutung von Floors

Durch den stabilen Leitzins verharrt der SARON nahe der Nullgrenze. Wichtig für Hypothekarnehmer: Die SNB verzinst Sichtguthaben oberhalb einer bestimmten Limite mit einem Abschlag von 0,25 Prozentpunkten. In der Praxis profitieren Kunden jedoch selten von negativen Sätzen, da die meisten Banken vertragliche Floors (Untergrenzen) bei 0% einsetzen. Somit zahlen Sie als Kreditnehmer in der Regel mindestens die vereinbarte Marge, auch wenn der Marktzins negativ ist.

Konjunkturelle Eintrübung und Tragbarkeit

Die Schweizer Wirtschaft zeigt Bremsspuren; das BIP-Wachstum soll 2026 auf 1% sinken, während die Arbeitslosigkeit leicht ansteigt. Trotz der Nullzinspolitik bleiben die Banken bei der Kreditvergabe strikt: Die Tragbarkeit wird weiterhin mit einem kalkulatorischen Stress-Zins von 4,5% bis 5% berechnet. Damit wird sichergestellt, dass die Immobilienfinanzierung auch bei einer künftigen Zinswende oder wirtschaftlichen Engpässen nicht gefährdet ist.

Strategische Laufzeitgestaltung und Amortisation

Das aktuelle Umfeld ist ideal für eine Laddering-Strategie (Staffelung der Laufzeiten). Durch die Kombination von SARON-Tranchen und Festhypotheken verteilen Sie das Refinanzierungsrisiko und bewahren sich Flexibilität. Da die Inflation niedrig bleibt, sind die Aufschläge für Festhypotheken moderat, hängen aber stark von internationalen Kapitalmarktrenditen ab. Ziel sollte die planmässige Reduktion der Belehnung auf 65% sein, um die Zinslast und das Risiko der 2. Hypothek zu minimieren.

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