Logo

Trends

Anhaltendes Preiswachstum am Schweizer Immobilienmarkt im Jahre 2025

Die Preise für Wohneigentum und Renditeobjekte setzen ihren Aufwärtstrend im Jahr 2025 aufgrund anhaltender Angebotsknappheit und robuster Nachfrage ungebrochen fort. Diese Entwicklung zwingt Käufer dazu, ihre Finanzierungsstrategie zwischen SARON-Modellen und Festhypotheken noch präziser auf die individuelle Risikofähigkeit abzustimmen.

hypothek.ch

23.01.2026

2 min

building

Anhaltender Preisdruck durch Angebotsknappheit

Der Schweizer Immobilienmarkt ist 2025 weiterhin durch steigende Preise bei Wohneigentum und Renditeobjekten geprägt. Haupttreiber dieser Entwicklung sind die anhaltende Zuwanderung, kleinere Haushaltsgrössen und eine stagnierende Bautätigkeit aufgrund knapper Bodenressourcen und hoher Erstellungskosten. Trotz punktueller Zinsfluktuationen bleibt die Nachfrage insbesondere in urbanen Zentren und gut erschlossenen Agglomerationen hoch, was Käufer und Investoren vor zunehmende Herausforderungen bei der Objektfindung und Preisverhandlung stellt.

Verschärfte Anforderungen an Tragbarkeit und Finanzierung

Angesichts steigender Bewertungen rückt eine konservative Finanzierungsplanung ins Zentrum. Obwohl die Marktzinsen ein moderates Niveau erreicht haben, wenden Banken weiterhin kalkulatorische Zinssätze von 4,5 bis 5,0 % an, um die langfristige Tragbarkeit sicherzustellen. Käufer müssen daher mit einem erforderlichen Bruttoeinkommen rechnen, das die gesamten Wohnkosten inklusive Unterhalt und Amortisation um das Dreifache deckt. Bei Renditeobjekten führt das höhere Preisniveau zudem zu einem verstärkten Druck auf die Nettorenditen, was eine präzise Bewirtschaftung und eine höhere Eigenmittelquote (LTV unter 65 %) erforderlich macht.

Strategische Wahl der Hypothekarmodelle

Die Entscheidung zwischen SARON-Hypotheken, Festhypotheken oder Mischstrategien ist 2025 massgebend für die langfristige Kostensicherheit. Während SARON-Modelle kurzfristige Zinsvorteile und hohe Flexibilität bieten, schützen Festhypotheken vor unerwarteten Zinssprüngen am Kapitalmarkt. Viele Marktteilnehmer setzen daher auf eine Tranchierung der Laufzeiten, um das Refinanzierungsrisiko zu glätten und die Vorteile beider Welten zu kombinieren. Ergänzend gewinnt die indirekte Amortisation über die Säule 3a an Bedeutung, um die steuerliche Belastung trotz hoher Belehnung zu optimieren.

Fokus auf Energieeffizienz und Werterhalt

Ein zentrales Merkmal des aktuellen Marktes ist die steigende Relevanz von energetischen Standards und Sanierungsbudgets. Strengere gesetzliche Vorschriften und das Ziel der Dekarbonisierung machen Investitionen in Heizungsersatz und Gebäudehüllen unumgänglich für den langfristigen Werterhalt einer Immobilie. Sowohl private Käufer als auch professionelle Investoren kalkulieren diese Kosten zunehmend als integralen Bestandteil des Kaufpreises ein. Eine fundierte Due Diligence, die auch kantonale Förderprogramme und steuerliche Abzugsmöglichkeiten berücksichtigt, ist heute eine Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Immobilieninvestition.

Das könnte Sie auch interessieren

Gebäude mit vielen Fenstern in Zürich als Symbol für Wohneigentum

Trends

Immobilienpreisindex Q1 2026: Wohneigentum 4.7 Prozent teurer

Das Bundesamt für Statistik hat am 30. April 2026 die offiziellen Preiszahlen für Schweizer Wohneigentum publiziert. Der IMPI legte gegenüber dem Vorquartal um 1.5 Prozent zu, im Jahresvergleich um 4.7 Prozent. Damit liegen die amtlichen Werte über vielen privaten Schätzungen.

01.05.2026

3 min