Finanzierung
Was ist Hypotheken-Splitting?
Die Aufteilung einer Hypothek in verschiedene Tranchen ist eine bewährte Methode, um das Zinsänderungsrisiko über die Zeit zu glätten und die finanzielle Planbarkeit zu erhöhen. Durch diese Staffelung vermeiden Wohneigentümer das Klumpenrisiko, die gesamte Kreditsumme zu einem potenziell ungünstigen Zeitpunkt refinanzieren zu müssen, erkaufen sich diese Sicherheit jedoch oft mit einer stärkeren Bindung an ihr Finanzinstitut.
hypothek.ch
01.12.2025
2 min
Strategische Tranchierung durch Hypotheken-Splitting
Das Hypotheken-Splitting bezeichnet die Aufteilung der Hypothek in mehrere Tranchen mit unterschiedlich langen Laufzeiten. Die Festlegung der Tranchenanzahl hängt dabei von der Gesamthöhe der Hypothek ab. In der Regel gilt: Je höher die Gesamtsumme der Hypothek ist, desto mehr Tranchen sind möglich. Bezahlt wird jeweils ein Durchschnittszins, welcher sich aus den gewichteten Zinsen jeder Tranche berechnet. Die Aufteilung in mehrere Tranchen kann in Einzelfällen sinnvoll sein, jedoch müssen einige Aspekte berücksichtigt werden.
Was sind die Vorteile des Hypotheken-Splittings?
Mithilfe des Splittings wird verhindert, dass die gesamte Hypothek in einer Hochzinsphase auf einmal verlängert werden muss. Es kann also durchaus sinnvoll sein, mehrere Tranchen abzuschliessen, um genau diesem Zinsrisiko entgegenzuwirken. Dies ermöglicht einen flexiblen Umgang mit sich stets verändernden Zins- sowie auch Lebenslagen. Darüber hinaus gibt Ihnen das Hypotheken-Splitting eine grössere Flexibilität, Teile der Hypothek einfacher zurückzahlen zu können. Schliesslich kann bei einem Splitting auch die Art der Hypotheken variieren. So kann man beispielsweise eine Tranche in eine flexible SARON-Hypothek und die andere Tranche in eine Festhypothek abschliessen.
Was sind die Nachteile des Hypotheken-Splittings?
Das Hypotheken-Splitting bringt jedoch auch Nachteile. Da meistens alle Tranchen beim gleichen Finanzinstitut abgeschlossen werden, kann eine Abhängigkeit entstehen. Dies wiederum kann den Übertrag und Wechsel einzelner Tranchen zu einem anderen Kreditgeber erschweren, da jedes finanzierende Institut so exklusiv wie möglich die Schuldbriefe/Grundpfandsicherheiten besitzen möchte. Liegen die Fälligkeiten der Tranchen mehr als zwei Jahre auseinander, so ist der Anbieterwechsel nur noch bedingt möglich. Darüber hinaus ist eine vorzeitige Kündigung der Hypothek mit Kosten der sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung, verbunden, was sich unter dem Strich kaum lohnt.
Das könnte Sie auch interessieren

Finanzierung
Was gilt als „sauberes“ Eigenkapital?
Der Nachweis von „sauberem“ Eigenkapital ist eine Grundvoraussetzung für jede solide Immobilienfinanzierung in der Schweiz und dient der Einhaltung strenger Sorgfaltspflichten. Eine transparente Dokumentation der Mittelherkunft beschleunigt nicht nur den Bewilligungsprozess, sondern stellt auch sicher, dass die regulatorischen Anforderungen an das „harte“ Eigenkapital lückenlos erfüllt werden.
16.12.2025
2 min

Finanzierung
Wie kann man Elternhilfe / Schenkungen für den Immobilienkauf nutzen?
Die Unterstützung durch die Eltern ist in der Schweiz oft der entscheidende Faktor, um die Hürden bei den Eigenmitteln zu überwinden. Ob durch eine Schenkung, einen Erbvorbezug oder ein privates Darlehen – eine rechtlich klare und steuerlich optimierte Struktur schützt nicht nur den Familienfrieden, sondern sorgt auch für eine reibungslose Akzeptanz durch die finanzierende Bank.
16.12.2025
2 min

Finanzierung
Wie kann man die Säule 3a für den Immobilienkauf nutzen?
Die Säule 3a bietet Wohneigentümern in der Schweiz ein äusserst effizientes Werkzeug, um privates Sparen mit der Eigenheimfinanzierung zu verknüpfen. Durch die gezielte Wahl zwischen Kapitalbezug, Verpfändung oder indirekter Amortisation lassen sich Steuerlast und Zinskosten optimieren, während gleichzeitig die langfristige Vorsorgesicherheit im Auge behalten wird.
16.12.2025
2 min
