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Immobilienmarkt Schweiz Q1 2026: ETW um 3,7 Prozent, EFH um 3,5 Prozent teurer

Die Immobilienpreise in der Schweiz steigen weiter: Eigentumswohnungen kosten im Jahresvergleich 3,7 Prozent mehr, Einfamilienhäuser 3,5 Prozent. Gleichzeitig erholen sich die Neukäufe.

hypothek.ch

21.04.2026

3 min

Preise steigen weiter, Markt zeigt robuste Nachfrage

Der Schweizer Markt für Wohneigentum ist zu Beginn des Jahres 2026 auf Wachstumskurs geblieben. Gemäss dem IAZI-Preisindex stiegen die Transaktionspreise für Eigentumswohnungen im ersten Quartal 2026 um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Einfamilienhäuser verteuerten sich um 3,5 Prozent. Im Quartalsvergleich fiel der Anstieg mit jeweils 0,4 Prozent moderat aus – ein Zeichen für eine anhaltend solide, aber nicht überhitzte Nachfrage.

Diese Zahlen bestätigen den seit Mitte 2024 beobachteten Aufwärtstrend, der mit dem Ende des starken Zinsanstiegszyklus einsetzte. Günstigere SARON-Hypothekarzinsen und eine wieder höhere Kaufbereitschaft tragen dazu bei, dass der Markt für Wohneigentum an Schwung gewonnen hat.

Deutschschweizer Einfamilienhäuser mit überdurchschnittlichem Plus

Besonders dynamisch entwickelten sich im Jahresverlauf die Preise in der Deutschschweiz. Einfamilienhäuser legten dort um rund 7 Prozent zu, deutlich mehr als in der Westschweiz mit einem Plus von rund 5 Prozent. Dieser regionale Unterschied reflektiert zum einen das knappere Angebot an Bauland in urbanen Deutschschweizer Regionen, zum anderen die anhaltend hohe Nachfrage durch internationale Zuzüger in den Zentren Zürich, Zug und Basel.

Raiffeisen-Daten für Q1 2026 zeigen mit einem Jahresanstieg von 4,9 Prozent bei beiden Segmenten eine etwas höhere Dynamik als die IAZI-Zahlen – je nach Methodik und erfassten Transaktionen ergeben sich unterschiedliche Werte, die Richtung ist jedoch einheitlich.

Neukäufe auf höchstem Stand seit dem Zinsanstieg

Ein weiterer Indikator für die verbesserte Marktlage: Der Anteil der Neukäufe am gesamten Hypothekarvolumen stieg zuletzt auf rund 47 Prozent, den höchsten Wert seit dem starken Zinsanstieg vor vier Jahren. Lange Zeit dominierte das Refinanzierungsgeschäft, weil viele Haushalte bei tiefen Zinsen abgeschlossene Festhypotheken erneuerten. Der steigende Anteil von Neukäufen deutet darauf hin, dass sich mehr Haushalt wieder aktiv für den Kauf von Wohneigentum entscheidet.

Was das für Finanzierungssuchende bedeutet

Steigende Immobilienpreise haben direkte Auswirkungen auf die Finanzierungsplanung. Wer heute eine 100-Quadratmeter-Eigentumswohnung in einer Agglomeration kauft, benötigt mehr Eigenkapital als noch vor zwei Jahren. Die Mindestanforderung von 20 Prozent Eigenkapital, davon mindestens 10 Prozent aus Eigenersparnissen ohne Pensionskassenbezug, bleibt unverändert – der absolut erforderliche Betrag steigt jedoch mit dem Kaufpreis.

Gleichzeitig gilt es, die Tragbarkeitsrechnung im Auge zu behalten. Der kalkulatorische Zinssatz von 5 Prozent, den die Banken für die Tragbarkeitsprüfung verwenden, bleibt auch bei tiefen SARON-Zinsen die massgebliche Grösse. Wer bei steigenden Preisen kaufen möchte, sollte seine Finanzierungsfähigkeit frühzeitig prüfen.

Wüest Partner geht für das Gesamtjahr 2026 von einem Preisanstieg von 2,8 Prozent bei Eigentumswohnungen und 3,1 Prozent bei Einfamilienhäusern aus – ein gemässigteres Wachstum als 2025, aber eine Fortsetzung des Aufwärtstrends.

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